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Was bewirken Wirbelsäulentumore?

Sie können durch Zerstörung des Knochens zu Schmerzen, Instabilität und Rückenmarks-kompression führen, oder sie können durch ihre Größe selbst das Rückenmark komprimieren und damit Lähmungen verursachen.

Eine gesunde Wirbelsäule erfüllt als Teil des Bewegungsapparates nicht nur eine wichtige Stützfunktion, sondern auch eine Schutzfunktion für das Rückenmark und die daraus hervorgehenden Nervenwurzeln. Diese Doppelfunktion erfordert einen sehr komplexen Bauplan, da trotz des großen Bewegungsumfangs der Wirbelsäule auch stets genug Raum für die im Wirbelkanal und in den Nervenwurzelkanälen verlaufenden Strukturen des Nervensystems verfügbar sein muss. Der Wirbelkanal und die Nervenwurzelkanäle werden durch die einzelnen Wirbelkörper, die Bandscheiben, die Wirbelbögen und die Wirbelgelenke begrenzt. Das Rückenmark und die Nervenwurzeln verlaufen in einer eigenen Hülle (Duralsack) und sind in dieser Hülle von Rückenmarksflüsssigkeit umspült um auch bei Bewegungen der Wirbelsäule nicht gedehnt oder gequetscht zu werden.

Ein Wirbelsäulentumor stört nun drastisch dieses Gleichgewicht zwischen Stützfunktion der Wirbelsäule selbst und neurologischer Funktion des Rückenmarks bzw. der Nerven. Wie sich diese Störung genau manifestiert hängt vom Ausgangspunkt des Tumors, seiner Natur und seines Wachstumsmusters ab:

Tumore, die ihren Ausgang vom Knochen der Wirbelkörper nehmen, führen zu einem Umbau oder auch zu einer Zerstörung von Knochengewebe. Das führt zuallererst zu Schmerzen im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt. Wenn die Tragfähigkeit des Knochens dadurch beeinträchtigt wird – was bei vielen Tumorarten der Fall ist – kann es allein durch die Belastung des eigenen Körpergewichtes zu Wirbelbrüchen kommen. Neben einer weiteren Zunahme der Schmerzen kann dabei auch das Rückenmark komprimiert werden, und es entstehen erstmals neurologische Ausfälle, etwa ein Sensibilitätsverlust an Rumpf und Beinen und eine Schwäche der Beine, oder auch eine Störung der Harnblasenfunktion. Ähnliche neurologische Ausfälle können aber auch entstehen, wenn der Tumor zwar den Wirbelkörper nicht zerstört hat und der Wirbelkörper nicht gebrochen ist, aber der Tumor selbst aus dem Wirbelkörper in den Wirbelkanal vorwächst und damit das Rückenmark komprimiert. Häufig kann das Rückenmark diese Irritation zunächst für einige Zeit gut kompensieren und es zeigen sich nur diskrete neurologische Ausfälle. Dies ist aber ein absolutes Alarmzeichen, da die Rückenmarksfunktion schon bei einer geringen weiteren Größenzunahme des Tumors dekompensieren kann und eine vollständige Querschnittlähmung die Folge sein kann.

Tumore die vom Rückenmark, den Nerven oder Nervenhüllen ausgehen, führen nicht wegen einer Beeinträchtigung der Stützfunktion der Wirbelsäule zu Beschwerden, sondern verursachen ihre Symptome direkt durch Beeinträchtigung von Rückenmark oder Nervenwurzeln. Die Beschwerden können mit Schmerzen durch Reizung der betroffenen Nerven beginnen, sie können aber auch völlig schmerzlos gleich mit neurologischen Ausfällen wie Sensibilitätsverlust oder Lähmungserscheinungen beginnen. Zumeist wachsen diese Tumore langsam und bleiben über längere Zeit fast symptomlos. Aber auch hier gilt, dass fortschreitende, wenn auch geringe neurologische Ausfälle ein Alarmzeichen sein können, da das Rückenmark nur eine geringe Rehabilitationskapazität besitzt.