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Leben mit einem Wirbelsäulentumor:

Manche Tumore können komplett geheilt werden, andere zumindest lange Zeit bei guter Lebensqualität in Schach gehalten werden. Bei Metastasen kann das Gehvermögen oft gut und lange erhalten werden.

Entscheidend für die Lebensqualität nach der Operation eines Wirbelsäulentumors ist in erster Linie der Zustand des betroffenen Patienten vor der Operation. Es ist heute in vielen Fällen möglich Wirbelsäulentumore so zu operieren, dass nach der Operation keine wesentlichen zusätzlichen neurologischen Ausfälle auftreten; im Gegenteil, die operative Entfernung des Tumors und damit die Entlastung des Rückenmarks führt häufig zu einer nachhaltigen neurologischen Besserung. Allerdings benötigt das Rückenmark eine gewisse Zeit um jene Funktionen wiederzuerlangen, die durch die Tumorkompression eingeschränkt waren.

Die Zeit nach der Operation eines Wirbelsäulentumors ist daher in medizinischer Hinsicht von 2 Säulen bestimmt: zum einen von der Rehabilitation zur bestmöglichen Wiedererlangung einer guten Rückenmarksfunktion. Dafür gibt es hervorragende Programme in speziellen Neurorehabilitationszentren. Im Rahmen solcher Programme ist es auch möglich zu lernen, mit eventuellen bleibenden neurologischen Ausfällen dennoch seinen Alltag gut zu bewältigen.

Die zweite Säule ist die Behandlung bzw. die Bewältigung der Tumorerkrankung selbst, falls die Gewebsuntersuchung nach der Operation etwa eine Wirbelsäulenmetastase oder einen anderen aggressiven Tumor bestätigt. Manche dieser Tumore können durch Operation, Bestrahlung und Chemotherapie komplett geheilt werden. Allerdings ist es trotz bestem medizinischen Bemühen in vielen solcher Fälle nur möglich, die Erkrankung für einen gewissen Zeitraum in Schach zu halten. Wie lange dies tatsächlich gelingt hängt zwar sehr von der Natur der jeweiligen Tumors ab, allerdings ist es sehr problematisch, sich als betroffener Patient in dieser Situation an statistischen Ziffern zu orientieren, da kein Arzt in der Lage ist, die individuelle Prognose für jeden Patienten exakt vorherzusagen.

Die Bewältigung einer Tumorerkrankung, die zwar behandelt, aber nicht geheilt werden kann, benötigt ein vertrauens- und respektvolles Arzt-Patientenverhältnis. Neben dem medizinischen Aspekt, die Erkrankung mit allen Mitteln am Fortschreiten zu hindern, rückt die Bewahrung der bestmöglichen Lebensqualität in den Vordergrund. Unter diesem Aspekt ist auch das Leben nach der Operation einer Wirbelsäulenmetastase zu betrachten. Mit den heute verfügbaren Operationstechniken kann bei zeitgerechter Behandlung die Rückenmarksfunktion und damit die Gehfähigkeit des betroffenen Patienten für lange Zeit aufrechterhalten werden. Der Fatalismus, mit dem noch vor wenigen Jahren die Diagnose einer Wirbelsäulenmetastase im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung gesehen wurde, hat so heute keine Berechtigung mehr. Dieses Problem kann in vielen Fällen gut gelöst werden und hat damit keine entscheidende Bedeutung mehr für die Gesamtprognose einer Tumorerkrankung.