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Welche Symptome sind typisch?

Das typische Leitsymptom sind Nackenschmerzen die in den Arm ausstrahlen, oftmals verbunden mit Gefühlsstörungen bis zu den Fingern und Muskelschwäche in den Armen, eventuell auch mit einer Gangstörung (Ataxie).

Aufgrund der besonderen anatomischen Verhältnisse an der Halswirbelsäule (die Halsbandscheiben liegen unmittelbar vor dem Rückenmark) besitzt der Halswirbelkanal sehr wenig Reserveraum, um Vorwölbungen der Bandscheibe ohne Symptome zu tolerieren. Ein Halsbandscheibenvorfall ist daher zumeist ein wesentlich dramatischeres Ereignis als ein Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule.

Häufig beginnt ein Halsbandscheibenvorfall mit stechenden Schmerzen unter einem oder zwischen beiden Schulterblättern. Wenn es durch den Bandscheibenvorfall dann zu einer Kompression von Nervenwurzeln kommt, wird der Schmerz im Versorgungsbereich der irritierten Nervenwurzel(n) verspürt (vom Nacken über die Schultern bis in den Arm zu den Fingern). Oftmals kommt es auch zu einem tauben Gefühl (Ameisenlaufen) in Armen und Fingern und zu einer Schwäche in bestimmten Muskeln der Arme (z.B. für Armbeugung oder Armstreckung oder Fingerspreizen). Bei einer Kompression des Rückenmarks können tiefe, schmerzhafte Missempfindung oder auch Sensibilitätsausfälle (bamstiges, taubes Gefühl) im Rumpf oder in den Beinen auftreten, weiters auch eine Störung der Gangkoordination (spinale Ataxie: torkeln, Gleichgewichtsstörungen, die „Beine sind bleischwer und folgen nicht mehr“). Große Halsbandscheibenvorfälle können auch eine Funktionsstörung der Harnblase und der Darmfunktion (keine Harn- oder Stuhlkontrolle mehr) verursachen. Selten kann es durch einen Halsbandscheibenvorfall auch ganz ohne Schmerzen zu solchen neurologischen Ausfällen kommen.

Nicht immer entstehen die Schmerzen nur durch die Kompression einer Nervenwurzel. Durch den frischen Einriss im Faserring der Bandscheibe kommt es zu einem natürlichen „Reparaturmechanismus“, einer chemischen Enzymreaktion, die die Nervenwurzel reizt und sehr schmerzhaft ist. Daher können auch sehr kleine Bandscheibenvorfälle heftige Schmerzen verursachen, die aber fast immer ohne Operation nach 3 bis 6 Wochen abklingen und außerdem gut auf Schmerzmittel ansprechen. Wenn neurologische Ausfälle vorliegen (Gefühlsstörungen, Muskelschwäche, Gangstörungen, Harnblasenfunktionsstörungen) soll aber unbedingt ein Spezialist zu Rate gezogen werden, auch wenn die Schmerzen abklingen, da diese Kombination in manchen Fällen auf einen beginnenden Schaden von Rückenmark oder Nervenwurzeln hinweist und eine rasche Operation erforderlich ist.

Die Verdachtsdiagnose eines Halsbandscheibenvorfalles wird durch Röntgenuntersuchungen bestätigt. Allerdings zeigt ein „normales Röntgen “ (Nativaufnahme der Halswirbelsäule) in erster Linie Veränderungen am Knochen und ist zur Diagnose eines Halsbandscheibenvorfalles ungeeignet. Die Untersuchung der Wahl ist heute die Magnetresonanztomographie (MRT) oder auch Kernspintomographie genannt.
Diese Untersuchung ist teuer, aber sie ist bei begründetem Verdacht auf einen Halsbandscheibenvorfall am besten geeignet eine klare Diagnose und damit ein adäquates Behandlungskonzept zu erstellen.