Home
   
   
Home Ordination    
     
   
   Bandscheibenvorfall
     
     Wirbelkanalenge
   
 
 
   
     Wirbelsäuleninstabilität
     
     Osteochondrose
     
     Tumore
     
     Home 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist eine Wirbelkanalenge (Vertebrostenose)?

Durch Abnützung der Wirbelsäule kann es zur Vergrößerung der Wirbelgelenke und zur Verdickung der Bänder und damit zur Einengung des Wirbelkanals (Vertebrostenose) mit Nervenwurzelkompression kommen.
Eine gesunde Wirbelsäule erfüllt als Teil des Bewegungsapparates nicht nur eine wichtige Stützfunktion, sondern auch eine Schutzfunktion für das Rückenmark und die daraus hervorgehenden Nervenwurzeln. Diese Doppelfunktion erfordert einen sehr komplexen Bauplan, da trotz des großen Bewegungsumfangs der Wirbelsäule auch stets genug Raum für die im Wirbelkanal und in den Nervenwurzelkanälen verlaufenden Strukturen des Nervensystems verfügbar sein muss. Der Wirbelkanal und die Nervenwurzelkanäle werden durch die einzelnen Wirbelkörper, die Bandscheiben, die Wirbelbögen und die Wirbelgelenke begrenzt. Das Rückenmark und die Nervenwurzeln verlaufen in einer eigenen Hülle (Duralsack) und sind in dieser Hülle von Rückenmarksflüsssigkeit umspült.
Damit können vor allem die Nervenwurzeln auch große Bewegungen der Wirbelsäule mitmachen ohne gedehnt oder gequetscht zu werden.

Jede Wirbelsäule erfährt aber im Laufe des Lebens eine gewisse Abnützung im Rahmen des normalen Alterungsprozesses. Vor allem die Bandscheiben verlieren an Elastizität und Höhe. Dadurch kommt es zu einer Überbelastung der Wirbelgelenke und in weiterer Folge zu einer Größenzunahme der Gelenksflächen, um die vermehrte Belastung besser aufnehmen zu können. Dieser an sich sinnvolle Reparaturmechanismus der Natur geht aber auf Kosten der Weite des Wirbelkanals. Zusätzlich ändert sich das ursprüngliche Bewegungsmuster der betroffenen Wirbel zueinander. Durch diese mehr oder weniger ausgeprägte irreguläre Beweglichkeit entstehen nicht nur Kreuzschmerzen, sondern auch eine Irritation der ohnehin bereits eingeengten Nerven im Wirbelkanal. Auch die Bänder zwischen den Wirbelbögen beginnen nun sich zu verdicken, um der irregulären Beweglichkeit Einhalt zu gebieten. Schließlich verringert sich der Durchmesser des Wirbelkanals auf wenige Millimeter, und zum Kreuzschmerz gesellen sich heftige, belastungsabhängige Beinschmerzen mit Ausstrahlung in beide Waden und Füße, die zu einer beträchtlichen Verkürzung der Gehstrecke führen.

Warum bei manchen Menschen die Abnützungserscheinungen an der Wirbelsäule nur gering ausgeprägt sind, und warum bei anderen eine manifeste Wirbelkanalenge ensteht, ist letztlich noch ungeklärt. Sicher ist, dass eine chronische Überbelastung etwa durch Übergewicht, aber auch eine chronische Fehlhaltung und –Belastung im Beruf oder auch in der Freizeit, solche Veränderungen beschleunigen kann. Sicher ist aber auch, dass bei gut trainierten Menschen eine mäßige Wirbelkanalenge oft zu bedeutend weniger Beschwerden führt als bei Menschen mit einer nur mäßig ausgeprägten Rücken- und Rumpfmuskulatur. Es ist aber zu bedenken, dass diese Form von Rückentraining als Prophylaxe verstanden werden muss eine bereits bestehende Wirbelkanalenge nicht „weggeturnt“ werden kann.